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TIPP DER WOCHE

Moldawien - die Schöne Unbekannte Europas - 8 Tage

Moldawien - die Schöne Unbekannte Europas
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Buchungscode:
MOLD-18
Termin:
20.05.2018 - 27.05.2018
Preis:
ab 1485 € pro Person

Moldawien, die "Schöne Unbekannte Europas", steht bei vielen Reisenden sicher nicht auf der Liste der Top-Reiseziele. Aber tolle Landschaften, mittelalterliche Klöster und malerische Weinberge belehren die Besucher eines Besseren. In der Hauptstadt Chisinau warten mehrere Museen auf Kulturinteressierte, das Stadtzentrum lädt zum Bummeln und Schlendern ein.

1. Tag: Anreise
Flug von Nürnberg via Frankfurt nach Chisinau (gesprochen „Kischinau“), der Hauptstadt Moldawiens (offiziell: Republik Moldau). Nach der Begrüßung durch unsere deutsch sprechende örtliche Reiseleitung erfolgt der Transfer zum 4-Sterne Hotel Best Western Flowers, in dem wir während der gesamten Reise nächtigen werden.

2. Tag: Chisinau
Heute lernen wir Chisinau, die bevölkerungsreichste Stadt Moldawiens, bei einem ausführlichen Stadtrundgang kennen. Die Stadt selbst sowie ganz Moldawien liegen im osteuropäischen Flachland. Ein ertragreicher Schwarzerdeboden war hier seit jeher die Grundlage einer erfolgreichen Landwirtschaft. Als Teil der rumänischen Moldau, des Osmanischen Reiches oder auch des zaristischen Bessarabiens war Chisinau über Jahrhunderte eine kleine, unbedeutende Stadt geblieben. Russlands großer Poet, Alexander Puschkin, war von 1820 bis 1823 als Übersetzer nach Chisinau verbannt und schrieb über die Stadt: „O Kischinjow, o dunkle Stadt!“; oder: Verfluchte Stadt Kischinjow, die Zunge wird nicht müde, Dich zu beschimpfen.“ Doch die Entwicklung änderte sich. Es ist eine seltsame Mischung der Baustile, die uns heute in Chisinau erwartet, die aber zum kleinen Moldawien passt, das sich seit seiner Unabhängigkeit 1991 zwischen der EU und Russland zurechtfinden muss und momentan deutlich nach Westen neigt. Schon mit der Industrialisierung setzte ein Bevölkerungswachstum ein, die Stadt nahm einen großen Aufschwung. Heute präsentiert sich Chisinau von zahlreichen Parkanlagen durchsetzt und findet beständig seinen Weg in die Moderne. Wir besichtigen gemeinsam das Zentrum mit der breiten Haupt- und Einkaufsstraße Stefan cel Mare, benannt nach einem der bedeutendsten Herrscher der Vorläuferstaaten des heutigen Rumäniens. An dieser Straße liegen Sehenswürdigkeiten wie die Oper und diverse Palais. Danach erkunden wir die Christi-Geburt-Kathedrale, die Hauptkirche der moldauisch-orthodoxen Kirche. Auch das Parlament und der 200 Jahre alte Ștefan cel Mare Park, der wegen seiner Dichterbüste in der "Allee der Klassiker" auch Puschkin-Park heißt, liegen auf unserer Route. Das Restaurant „Taifas“ liegt günstig im Stadtzentrum von Chisinau. Im traditionell eingerichteten, verwinkelten Speisebereich genießen wir exzellenten Wein und hausgemachte moldawische Küche.

3. Tag: Soroca
Nach dem Frühstück brechen wir nach Soroca auf. Die „Zigeunerstadt“ – der eindrucksvollen Villen der Roma wegen – liegt ca. 160 km nördlich von Chisinau , an der Grenze zu Transnistrien (Ukraine). Dort besichtigen wir am Ufer des Dnjestr (Tyra) eine beeindruckende, mittelalterliche Festung, die beim Kampf des Zarenreiches gegen die Türken der Bevölkerung Schutz gewährte. Anschließend entdecken wir einen Aussichtsturm, die „Kerze der Dankbarkeit“, welche über etwa 600 Stufen zu besteigen ist und von der man einen wunderbaren Rundblick genießen kann. Am Eingang wird uns der Aufstieg mit den folgenden Worten ans Herz gelegt: "Reisender - halt an! Dort oben wenn du in deinem Leben für jemanden oder für irgendetwas Dankbarkeit fühlst, steige hinauf, bete und gehe weiter ..." Am Nachmittag besuchen wir zwei Klöster. Im Kloster Rudi, in einem Wald gelegen, werden wir von der Dreieinigkeitskirche aus dem Jahr 1777 beeindruckt sein. Die Klosterschwestern betrieben hier von jeher Obst- und Gemüseanbau. Weiter geht es zum Kloster Kalaraschauke. Hier ist vor allem die Bedeutung des Klosters als geodätischer Vermessungspunkt auf dem 2.821 km langen „Struve-(Meridian-)Bogen“ (UNESCO-Weltkulturerbe) interessant, der zur Vermessung der Erdoberfläche entwickelt wurde und im norwegischen Hammerfest beginnt). 

 4. Tag: Dolna
Morgens besuchen wir zur Einstimmung das ehemalige Wohnhaus von Puschkin in Chisinau, das als Hausmuseum eingerichtet ist. Danach geht unsere Fahrt weiter in das 55 km nordwestlich gelegene Dolna, dem ehemaligen Gutsbesitz von Samfir Ralli-Arbore (rumänischer Schriftsteller, Journalist und Einflussnehmer Puschkins). In dieser ländlichen Idylle verbrachte Puschkin seine dreijährige Verbannung. Danach besuchen wir die Raritätensammlung des staatlichen Weingutes Mileștii Mici. Sie wurde im Jahr 2005 vom Guinness-Buch der Rekorde als größte Europas klassifiziert. Die Zusammenstellung umfasst 1,5 Millionen Flaschen und man benötigte nahezu ein Jahr, um den wahren Umfang festzustellen. Hier verkosten wir verschiedene Weine und bekommen zu Mittag ein 3-Gänge Menü. Weiter geht es zum 1990 wieder eröffneten und mächtigen Kloster Hincu und zur Besichtigung des Capriana Klosters in Codru aus dem 15. Jahrhundert. Es ist eines der ältesten Klöster in Moldawien und nach der Zerstörung zur Sowjetzeit und der Wiedereröffnung 1989 heute Symbol der Wiedergeburt Moldawiens.

5. Tag: Transnistrien
Südöstlich von Chisinau erwartet uns heute eine spannende Region! In den Wirren der postsowjetischen Zeit entstanden in Osteuropa zahlreiche Staaten neu. Transnistrien, kein international anerkannter Staat, entstand auf der Ostseite des Dnjestr, weil die dort überwiegend ukrainisch-sprachige Bevölkerung Moldawiens im Falle einer Wiedervereinigung Rumäniens mit Moldawien nicht an Rumänien angeschlossen werden wollte. Auf dem Weg dorthin sehen wir den kriegsgeschichtlichen Memorial-Komplex. Er gilt als Andenken an die Gefallenen in der Schlacht um Chisinau während des Zweiten Weltkrieges. Weiter geht es nach Tighina, wo wir die Festung aus dem Jahre 1408 besuchen. Sie beeindruckt durch ihre breiten und mächtigen Festungsmauern mit Zinnen und Eck- und Rundtürmen mit roten Spitzdächern. Die Festung wurde durch den Schwedenkönig Karl XII. auf seinem Russlandfeldzug belagert und ist heute Stützpunkt der russischen Armee. In der Hauptstadt von Transnistrien, Tiraspol, wird uns zum Mittagessen ukrainische Küche serviert. Sie ist sehr vielfältig und hat Elemente unterschiedlicher europäischer Küchen aufgenommen, vor allem der russischen, auch der deutschen, türkischen, polnischen und ungarischen Küche. Der Anteil altslawischer Elemente ist aber der bedeutendste. Anschließend unternehmen wir einen Stadtrundgang. Zum Abschluss des Programms besuchen wir die Spirituosenfabrik KVINT, die es seit 1897 gibt und die eines der ältesten noch existierenden Unternehmen Transnistriens ist: KVINT hat die Höhen und Tiefen der Sowjetunion miterlebt – auch den (gescheiterten) Versuch Mitte der 80er, ein landesweites Alkoholverbot einzuführen … Heute werden bei KVINT jährlich mehr als 20 Millionen Flaschen abgefüllt – wir dürfen verschiedene Cognac Sorten verkosten.

6. Tag: Cricova
Vormittags fahren wir wieder Richtung Norden. Hier entdecken wir den rund 53 ha großen Weinkeller von Cricova – der berühmtesten unterirdischen Weinstadt Europas. Dort gibt es 60 km befahrbare Straßen mit Millionen gelagerten Weinflaschen! Dieser Weinkeller eignet sich aufgrund der Klimabedingungen hervorragend zur Lagerung, weshalb auch berühmte Persönlichkeiten (z.B. Wladimir Putin) hier ihre private Kollektion aufbewahren. Zur Besichtigung gehört natürlich auch eine Weinverkostung. Anschließend gelangen wir zum bedeutenden Mönchskloster Curchi und nach Orheiul-Vechi (Alt-Orhei), einem Höhepunkt unserer Moldawien-Rundreise: das einzigartige Höhlenkloster „Maria Himmelfahrt“. Wir bestaunen das in Kalkstein gehauene und in die spektakuläre Landschaft eingebettete Kloster. Von diversen Höhlenausgängen werden wir unvergessliche Ausblicke, u.a. auf den Fluss Raut, haben. Wir entdecken außerdem eine unterirdische Kapelle sowie die Gemächer der Mönche. Es geht weiter in das Dorf Butuceni. Hier tauchen wir durch den Besuch im Museum für traditionelle bäuerliche Lebensweise ein in die Alltagswelt dieser Region im 19. Jahrhundert.

7. Tag: Gagausien
An unserem vorletzten Tag in Moldawien fahren wir in den Süden, in die autonome Republik Gagausien, mit ihrer mehrheitlich turksprachigen Bevölkerung. Wir erkunden die Hauptstadt Comrat. Im Vorort Besalma lernen wir im 1965 eröffneten gagausischen Kulturmuseum die Welt der Gagausen näher kennen. Hier besteht die Möglichkeit, Souvenirs mit nationalen Symbolen und Produkte der Volksschmiedekunst der Gagausen zu erwerben. Zum Mittagessen genießen wir im Hotel Altin Palace typisch gagausische Nationalgerichte. Im Cadir-Lunga besuchen wir eine Pferdefarm, in welcher hochklassige Hengste der Orlov-Rasse aufgezogen werden. Den Abschiedsabend in Chisinau gestaltet für uns das Restaurant Popasul Dacilor mit traditionell moldawischen Gerichten. Egal ob gegrilltes Fleisch oder verschieden zubereitetes Gemüse – hier speisen wir nochmals moldawische Qualität, eine Folklorevorführung ist inbegriffen.

8. Tag: Abreise
Nach dem Frühstück nutzen wir die Zeit bis zum Abflug für einen kleinen Bummel in der Hauptstadt Chisinau. Am späten Vormittag Transfer zum Flughafen. Kurzer Stopp an einer Holzkirche aus dem 16. Jahrhundert. Rückflug nach Deutschland.

Programmänderungen, in der Reihenfolge des Ablaufes etc., bleiben vorbehalten. Der An- und Abreisetag dient zur Erbringung der Beförderungsleistung.
 

Im Reisepreis enthalten:

  • Linienflüge mit Lufthansa in der Economy-Klasse
  • Flughafensteuern, und -gebühren inkl. aktuellem Kerosinzuschlag (Stand November 2017: € 137,-)
  • 7 Übernachtungen in einem Hotel der guten Mittelklasse
  • Unterbringung in Doppelzimmern mit Bad oder Dusche/WC
  • tägliches Frühstücksbuffet
  • 5x Abendessen im Hotel (3-Gang Menü inkl. Mineralwasser)
  • 2x Abendessen in Restaurants lt. Programm
  • Weinverkostung inkl. Mittagessen am 4. Tag
  • Mittagessen ukrainische Küche am 5. Tag
  • Mittagessen Gagausien am 7. Tag
  • Cognac-Verkostung KVINT am 5. Tag
  • Besichtigungen, Ausflüge und Transfers im modernen Reisebus lt. Programm
  • alle Eintrittsgelder lt. Programm
  • örtliche, deutschsprechende Reiseleitung
  • Reiseliteratur
  • RV-Stornoschutz (Reiserücktrittskostenversicherung mit 20% Selbstbehalt)
  • Reisebegleitung durch Herrn Klaus Wendler (Kreisverband Tirschenreuth-Waldsassen)

Einreise:
Wegen des Besuchs von Transnistrien, benötigt jeder Reiseteilnehmer einen mindestens 3 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültigen Reisepass und ist für die Einhaltung der Pass-, Visa-, Zoll- und Devisenbestimmungen selbst verantwortlich.

Anmeldeschluss: 15. Januar 2018.

Reiseveranstalter:  Raiffeisen- und Voksbanken Touristik GmbH, Amalienstr. 9b-11, 80333 München

 

Unterkünfte Moldawien

Details
  • Pro Person im Doppelzimmer
    1485 €
  • Pro Person im Einzelzimmer
    1746 €

Unterkünfte Moldawien

Alle Übernachtungen finden in einem Hotel der guten Mittelklasse statt.